Regierungsbaureferendarin/Regierungsbaureferendar des Straßenwesens

Was macht man in diesem Beruf?

Straßen gewährleisten Mobilität und spielen somit eine wichtige Rolle für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft und deren Wettbewerbsfähigkeit. Für Planung, Bau und Betrieb der Straßen sind im Rahmen der Daseinsfürsorge insbesondere die Straßenbaubehörden verantwortlich, die in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich die Leistungsfähigkeit und Sicherheit bedarfsgerechter Verkehrswege gewährleisten.

Das technische Referendariat der Fachrichtung Straßenwesen ist eine zweijährige, eigenständige Zusatzausbildung für Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen mit dem Ziel, anschließend Führungsaufgaben im öffentlichen Dienst oder in der Wirtschaft wahrnehmen zu können.

Typische Aufgaben …

Während der Ausbildung wird der Referendarin / dem Referendar Gelegenheit gegeben, sich innerhalb der Organisationseinheiten über alle wichtigen Fach- und Verwaltungsfragen zu unterrichten. Dabei lernen die Referendare die Straßenbauverwaltung, zu der u.a. auch die Verkehrszentrale gehört, mit ihren vielfältigen Aufgaben kennen und können bereits eigenständig kleinere Projekte bearbeiten. Neben der Gewährleistung sicherer und leistungsfähiger Verkehrsabläufe steht die umweltgerechte und wirtschaftliche Umsetzung von Maßnahmen unter Berücksichtigung der Interessen von Betroffenen im Vordergrund.

Die praktische Ausbildung wird durch selbstorganisierte Arbeitsgemeinschaften und Lehrgänge (auf Bundes- und Landesebene) ergänzt und vertieft. Durch einen Ausbildungsabschnitt in einer Stadtverwaltung und Hospitationen in weiteren Verwaltungen z.B. Bezirksregierung, Ministerium erhalten die Referendare und Referendarinnen einen Einblick in die Aufgaben anderer Verwaltungen.

Das technische Referendariat, das direkt im Anschluss an das Studium oder nach ersten beruflichen Erfahrungen absolviert werden kann, bereitet praxisgerecht auf Führungs- und Leitungsfunktionen vor. Aufbauend auf den an der Hochschule erworbenen Kenntnissen wird das fachliche Wissen v. a. in den Themenfeldern Verkehrswesen, Straßenbau, konstruktiver Ingenieurbau, Raumordnung, Baurecht, Umweltrecht etc. vertieft und um allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen sowie Leitungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit ergänzt.

Ihre ersten Tätigkeiten nach dem erfolgreich abgeschlossenen Referendariat finden Sie z. B. in der Leitung von schwierigen Bau- und Planungsprojekten.

Der Beruf ist für Sie geeignet, wenn …

Sie Interesse an einer vielseitigen Beschäftigung in Management- und Leitungsfunktion einer technischen Verwaltung haben. Sie verfügen über ein abgeschlossenes Hochschulstudium des Bauingenieurwesens oder eines vergleichbaren Studiengangs mit einem Abschluss Diplomingenieur oder "Master".* Sie können Grundkenntnisse in den Fächern Verkehrswesen und Konstruktiver Ingenieurbau nachweisen und möchten sich fachlich und persönlich weiter entwickeln und qualifizieren. Sie haben Freude daran mit anderen zusammen zu arbeiten und gehen gerne mit Menschen um.

Weiterhin ist die Staatsbürgerschaft eines EU-Mitgliedstaates unabdingbare Voraussetzung.

*Genauere Informationen entnehmen Sie bitte der Ausbildungsverordnung.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Das technische Referendariat dauert zwei Jahre.

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?*

Der Anwärtergrundbetrag für das Eingangsamt  A 13 beträgt 1.433,28 € (AW 13 Z).

* Der angegebene Betrag dient der Orientierung.

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