Städtebaureferendarin/Städtebaureferendar

Technisches Referendariat Fachrichtung Städtebau

Städtebaureferendariat

Was macht man in diesem Beruf?

Das technische Referendariat bereitet Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen auf die Übernahme leitender Funktionen vor. Die Gesellschaft braucht Führungskräfte, die Technik und Recht beherrschen, ganzheitlich denken und Handlungsfelder aus verschiedenen Perspektiven betrachten können. Die Stadtplanung beschäftigt sich v. a. mit der Entwicklung der gebauten Umwelt, mit ihren räumlichen wie sozialen Strukturen. Doch Städtebau sowie Stadt- und Raumplanung beschäftigen sich längst nicht mehr nur mit der Gestaltung und den technischen Funktionen von Städten und Gemeinden. Das Aufgabenfeld hat sich erweitert um soziale, ökonomische und ökologische Fragen. Aus der Verbindung von ingenieur-, wirtschafts- und gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen ergeben sich vielfältige berufliche Möglichkeiten.  

Typische Aufgaben …

Während der Ausbildung wird der Referendarin oder dem Referendar Gelegenheit gegeben, sich über alle wichtigen Fach- und Verwaltungsfragen zu unterrichten. Die praktische Ausbildung wird durch Arbeitsgemeinschaften und Lehrgänge ergänzt und vertieft. Das technische Referendariat, das direkt im Anschluss an das Studium oder nach ersten beruflichen Erfahrungen absolviert werden kann, ermöglicht es, sich besonders für verantwortliche Führungspositionen zu qualifizieren. Es bereitet praxisgerecht auf Leitungsfunktionen vor. Aufbauend auf den an der Hochschule erworbenen Kenntnissen werden das fachliche Wissen in den Themenfeldern Raumordnung, Städtebau, Stadtplanung, Stadterneuerung und Stadtentwicklung vertieft. Die Ausbildung findet überwiegend durch praktische Mitarbeit in den Bau- und Planungsämtern von Städten und Gemeinden, Hospitationen in Fachbehörden sowie in übergreifenden, interdisziplinären Lehrgängen statt.

Der Beruf ist für Sie geeignet, wenn …

Sie als Berufsanfängerin oder Berufsanfänger bzw. junge Berufstätige oder junger Berufstätiger über ein abgeschlossenes technisches Hochschulstudium verfügen und sich vor allem hinsichtlich verwaltungsrechtlicher, verwaltungstechnischer sowie organisatorischer und management-bezogener Fähigkeiten weiterqualifizieren möchten. Das Städtebaureferendariat baut die Brücke zwischen der Ausbildung der Hochschule und den Anforderungen des Berufs als Stadtplanerin bzw. Stadtplaner (in Führungsfunktionen).

Um sich für ein Referendariat der Fachrichtung Städtebau bewerben zu können, ist

  1. ein Studium der Raumplanung mit Schwerpunkt Städtebau,
  2. ein Vertiefungsstudium des Städtebaus im Rahmen des Studiums der Architektur, des Bauingenieurwesens, des Vermessungswesens (Geodäsie) oder der Landespflege
  3. oder ein Aufbaustudium des Städtebaus im Anschluss an ein Studium der Architektur, des Bauingenieurwesens, des Vermessungswesens (Geodäsie) oder der Landespflege

erforderlich.

Folgende Studienabschlüsse werden dabei zugelassen:

  • eine Diplom-Hauptprüfung nach einem Fachstudium mit einer Regelstudienzeit von mindestens acht Fachsemestern an einer Universität, einer Technischen Hochschule oder einer Gesamthochschule mit gleichwertigem wissenschaftlichem Studienangebot,
  • ein Konsekutiver Masterabschluss an einer Universität, einer Technischen Hochschule oder einer Gesamthochschule mit einer Mindeststudienzeit von zehn Fachsemestern oder
  • ein Fachhochschulabschluss eines für die Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt akkreditierten Masterstudiengangs.

Merkblatt für die Bewerbung um Einstellung als Regierungsbaureferendarin oder Regierungsbaurefendar - Fachrichtung "Städtebau" oder "Stadtbauwesen"

Wie lange dauert die Ausbildung?

Das technische Referendariat dauert einschließlich des Staatsexamens grundsätzlich zwei Jahre.

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?*

Der Anwärtergrundbetrag für das Eingangsamt A 13 beträgt 1.433,28 Euro.

* Der angegebene Betrag dient der Orientierung.

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