Stadtbauwesenreferendarin/Stadtbauwesenreferendar

Technisches Referendariat Fachrichtung Stadtbauwesen

Stadtbauwesenreferendariat

Was macht man in diesem Beruf?

Das technische Referendariat der Fachrichtung Stadtbauwesen bereitet Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen auf die Übernahme leitender Funktionen vor. Die Gesellschaft braucht Führungskräfte, die Technik und Recht beherrschen, ganzheitlich denken und Handlungsfelder aus verschiedenen Perspektiven betrachten können. Das Stadtbauwesen versteht sich als interdisziplinär angelegtes Fachgebiet und bildet einen großen fachlichen Rahmen. Es bündelt die Qualifikation für das Geschehen im öffentlichen Raum, insbesondere der Stadt. Die Themenvielfalt reicht vom Erhalt, Anpassung oder Rückbau der technischen Infrastruktur wie Straßen und Kanäle über Energieeffizienz und ökologisch-orientierten Gewässerausbau bis hin zu Fragen zukünftiger Mobilität. Anforderungen anderer Fachbereiche wie Stadtentwicklung, Stadtgrün oder Abfallbeseitigung gilt es zu berücksichtigen und kennzeichnen die große Interdisziplinarität der Fachrichtung. Das Stadtbauwesen umfasst ein Vielzahl von Aufgaben, um Städte und Gemeinden – ob groß oder klein – zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Typische Aufgaben …

Während der Ausbildung wird der Referendarin oder dem Referendar Gelegenheit gegeben, sich über alle wichtigen Fach- und Verwaltungsfragen zu unterrichten. Die praktische Ausbildung wird durch Arbeitsgemeinschaften und Lehrgänge ergänzt und vertieft. Das technische Referendariat, das direkt im Anschluss an das Studium oder nach ersten beruflichen Erfahrungen absolviert werden kann, ermöglicht es, sich besonders für verantwortliche Führungspositionen zu qualifizieren. Es bereitet praxisgerecht auf Leitungsfunktionen vor. Aufbauend auf den an der Hochschule erworbenen Kenntnissen wird das fachliche Wissen v. a. in den Themenfeldern Verkehrswesen, städtische Infrastruktur, Siedlungswasserwirtschaft, Raumordnung, Baurecht, Umweltrecht sowie Vorbereiten und Durchführen von öffentlichen Baumaßnahmen vertieft und um allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen sowie Leitungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit ergänzt.

Als interdisziplinär verstandenes Fachgebiet erhalten Sie während des Referendariats Einblick in alle relevanten Aufgabenfelder, u. a. in kommunalen Tiefbauämtern - beispielsweise im Entwurf für Brücken oder in der Bauaufsicht im Straßenbau. Sie lernen die Aufgaben einer Wasserbehörde genauso kennen wie die Planungsaufgaben einer Stadt. Auch öffentliche Betriebe für Abwasserbeseitigung, Wasserversorgung oder Abfallbeseitigung gehören zum Spektrum der möglichen Ausbildungsstationen. Darüber hinaus können Sie Aufgabenfelder auf Kreis- oder Landesebene kennenlernen. Die einzelnen Stationen unterscheiden sich dabei in Länge und Aufgabenumfang und sollen den Referendarinnen und Referendaren die gesamte Bandbreite der kommunalen Aufgaben näherbringen.

Der Beruf ist für Sie geeignet, wenn …
  • Sie Ihr Bauingenieurstudium erfolgreich als Diplomingenieurin bzw. Diplomingenieur oder als Master beendet haben,
  • Sie als Berufsanfängerin bzw. Berufsanfänger bzw. junge Berufstätige oder junger Berufstätiger eine interessante, vielseitige und spannende Beschäftigung suchen,
  • Sie eine Alternative zu einem Ingenieurbüro oder zu einer Bauunternehmung suchen,
  • Sie sich vor allem hinsichtlich verwaltungsrechtlicher, verwaltungstechnischer sowie organisatorischer und managementbezogener Fähigkeiten weiterqualifizieren möchten.

Dann kann das Stadtbauwesen-Referendariat ein Angebot sein, um sich für Führungspositionen weiter zu qualifizieren.

Um sich für ein Referendariat der Fachrichtung Stadtbauwesen bewerben zu können, ist ein Studium des Bauingenieurwesens mit einem der nachstehenden Studienabschlüsse erforderlich:

  • eine Diplom-Hauptprüfung nach einem Fachstudium mit einer Regelstudienzeit von mindestens acht Fachsemestern an einer Universität, einer Technischen Hochschule oder einer Gesamthochschule mit gleichwertigem wissenschaftlichem Studienangebot oder
  • ein Konsekutiver Masterabschluss an einer Universität, einer Technischen Hochschule oder einer Gesamthochschule mit einer Mindeststudienzeit von zehn Fachsemestern oder
  • ein Fachhochschulabschluss eines für die Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt akkreditierten Masterstudiengangs.

Merkblatt für die Bewerbung um Einstellung als Regierungsbaureferendarin oder Regierungsbaurefendar - Fachrichtung "Städtebau" oder "Stadtbauwesen"

Wie lange dauert die Ausbildung?

Das technische Referendariat dauert einschließlich des Staatsexamens (abschließende Prüfungen) grundsätzlich zwei Jahre.

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?*

Der Anwärtergrundbetrag für das Eingangsamt A 13 beträgt 1.433,28 Euro.

* Der angegebene Betrag dient der Orientierung.

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