Archivarin/Archivar

Vorbereitungsdienst für die Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt des Archivdienstes

Archivarin/Archivar

Was macht man in diesem Beruf?

Beamtinnen und Beamte der Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt des Archivdienstes planen, steuern und überwachen die Überlieferungsbildung, die Erschließung, dauerhafte Erhaltung, Nutzung und Bereitstellung von analogem und digitalem Schriftgut, das von öffentlichen Stellen zur langfristigen Aufbewahrung abgegeben wird. Sie fördern die Erforschung und das Verständnis der Geschichte durch Veröffentlichungen und historische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Als Vorgesetzte nehmen sie Führungs- und Organsationsaufgaben wahr.

Typische Aufgaben …

Archivarinnen und Archivare bewerten das Schriftgut in Behörden, Gerichten und anderen Einrichtungen, erschließen das Archivgut, beraten Nutzerinnen und Nutzer und bearbeiten schriftliche Anfragen. Sie nehmen an der wissenschaftlichen Auswertung der Überlieferungen teil und unterstützen die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit.

Nähere Informationen über die Ausbildung und das Berufsbild sind hier zu finden:  www.archive.nrw.de/lav/und www.archivschule.de

Der Beruf ist für Sie geeignet, wenn …

folgende Zulassungsvoraussetzungen nachgewiesen werden können:

  • ein Abschluss eines Studiums der Geschichte, Rechtswissenschaft oder eines anderen
    geeigneten Fachgebietes durch Universitäts-, Hochschul-, Staatsprüfung oder Promotion bzw. eines in einem Akkreditierungsverfahren für die Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt geeigneten Studiums an einer Fachhochschule mit einem Magister/Mastergrad,
  • die Befähigung zu selbstständiger, geschichtswissenschaftlicher Forschung in der Regel durch Promotion auf Grund einer geschichtswissenschaftlichen Dissertation,
  • angemessene Kenntnisse der lateinischen und französischen Sprache sowie der
    Historischen Hilfswissenschaften,
  • ein mindestens vierwöchiges Praktikum in einem Archiv,
  • gute, allgemeine Kenntnisse im Bereich Informationstechnik und
  • die Fähigkeit zu systematischem Denken, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit.          
Wie lange dauert die Ausbildung?

Der Vorbereitungsdienst dauert zwei Jahre. Er gliedert sich in berufspraktische Studien beim Landesarchiv NRW (acht Monate - davon werden jeweils ein Monat an einem nichtstaatlichen Archiv und in einer Behörde des Landes absolviert) und in theoretische Fachstudien an der Archivschule Marburg, der Hochschule für Archivwissenschaft (12 Monate), einer Transferphase und der Prüfungsphase mit Abschlussprüfung in Marburg (insgesamt vier Monate).

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?*

Während des Vorbereitungsdienstes werden Anwärterbezüge nach der Landesbesoldungsordnung bezogen auf das Eingangsamt A 13 gezahlt. Der Grundbetrag beträgt 1.433 Euro.

* Der angegebene Betrag dient der Orientierung.

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